Der Pyron von Feuerhand

In den einschlägigen Foren war der Pyron schon des Öfteren zu sehen. Auch auf der Spoga in Köln war ein Prototyp schon zu bewundern.

Seit Ende November 2016 ist der Pyron nun auch für die Allgemeinheit erhältlich, aber, was ist er eigentlich?

Von Feuerhand selbst als „Feuertonne“ bezeichnet, ist er doch viel mehr als nur eine simple „Tonne“.

Durch den großen Ausschnitt im Boden, den doppelwandigen Aufbau und das „Lüftungssystem“ mit den großen Ein- und Auslässen handelt es sich konstruktiv eher um einen Holzvergaser mit Kamineffekt.
Dieser Aufbau sorgt dafür, dass der Pyron im Betrieb nahezu rauchfrei arbeitet.  Bereits nach dem ersten Entzünden habe ich gemerkt, dass die viele Zuluft eine effektive Verbrennung begünstigt. Nur vier normale Holzscheite waren erforderlich um eine 1,5 Meter hohe Feuersäule zu erreichen.

Die Montage des Pyron ist kinderleicht. Das erforderliche Werkzeug liegt bei und es müssen lediglich die 3 stabilen Beine mit 6 Schrauben fixiert werden.

Geliefert wird der Pyron in einem stabilen Karton im Retro-Look.

 

 

Nach dem Öffnen sieht man in die Öffnung des Gerätes, wo die weiteren Teile deponiert sind. Damit er beim Transport keinen Schaden nimmt, ist der Karton gegen das Eindrücken mit stabilen Pappprofilen geschützt.

Hier einmal alle Teile in der Übersicht.
– der Korpus
– der Boden
– die Ascheschale
– der Holzrost und
– ein Karton mit den Beinen und den Schrauben

Die Beine werden am Boden mit den Schrauben fixiert. An der Innenseite werden die Halterungen für die Ascheschale und den Holzrost dagegengeschraubt. Und so sieht das fertige „Untergestell“ aus.

Die seitlichen Schrauben sollten nur „handfest“ angeschraubt werden, da hier noch der Korpus eingesetzt und ebenfalls mit den Schrauben fixiert wird.

Und so sieht nun der fertige Pyron aus.

Der Blick von oben verrät nun, dass der Holzrost oberhalb der äußeren Lufteinlässe liegt. Oben sind hier die inneren Luftauslässe zu sehen. Was diese bewirken und wie die Sekundärverbrennung der Holzgase aussieht, kannst Du in der unten stehenden Bildergalerie sehen.

Natürlich musste der Pyron am Abend gleich einmal seinen ersten Testlauf absolvieren.

In der letzten Zeit habe ich meinen Pyron auch das ein oder andere Mal mitgenommen. Viele haben gestaunt, da man landläufig nur die normalen Feuerköbe under geschlossenen Feuerschalen kennt. Hier haben wir angeregt über die Wirkweise und die Effizienz des Pyrons diskutiert.

Im Gebrauch verfärbt sich das Edelstahl des Pyrons. Dieses ist kein qualitativer Mangel. Vielmehr zeigt sich hier der Geist und die Seele des Objektes, welches erst mit der Benutzung entsteht.

Mein Fazit:

Der Pyron ist eine edel aussehende Alternative zur klassischen Feuerschale. Da er im Betrieb nahezu rauchfrei verbrennt, kann man ihn auch gut in dichter bebauten Gebieten nutzen, ohne die Nachbarn zu verärgern.
Der Holzverbrauch hält sich in Grenzen. Da der Pyron mit 3-4 Holzscheiten gleichzeitig auskommt, man ihn aber dafür das ein oder andere Mal nachfüttern muss, ist man etwas aktiver bei der Sache. Dieses ist aber nicht störend, da man ja eh meistens in geselliger Runde steht. Bei der Feuerwehr haben wir ihn einen Vormittag laufen lassen. Dort hat er im Vergleich zu der Feuerschale weniger Brennstoff benötigt.

Auch ein „schnelles“ Nackensteak am Spieß und das klassische Stockbrot haben wir schon ausprobiert und für gut befunden.

Mit dem Dreibein von Petromax lässt sich auch ein Topf über dem Pyron anbringen und so eine Suppe, oder wie gerade beliebt, ein Glühwein zaubern.

Für die „Kochfreunde“ unter uns ist auch schon ein Kochaufsatz angekündigt, gerade aber noch in der Entwicklung.

Einige Stimmen habe ich schon gesehen die meinen, dass der Pyron viel zu teuer sei. Mit seinem VK von 189 EUR ist er kein Schnäppchen, man bekommt aber auch etwas für sein Geld.
Die Feuerschale von Weber wird teilweise zum gleichen Preis verkauft, hier bekommt man aber „nur“ eine normale Schale geliefert.

Technische Daten
Durchmesser am oberen Rand (innen): ca. 29,5 cm
Durchmesser am oberen Rand (außen): ca. 36,5 cm
Benötige Standfläche: 44,5 cm
Material: Edelstahl
Volumen für Brennmaterial: 25 Liter
B x H x T (in cm): 44,5 x 74 x 44,5
B x H x T mit Verpackung (in cm): 38,5 x 56,5 x 38,5
Gewicht (in g): 10550
Gewicht mit Verpackung (in g): 12050

 

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